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Letzte Aktualisierung 27.07.2010 |
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Paarberatung
Frischer Wind für Ihre Partnerschaft
Unser ganzes Leben wird geprägt von unseren Beziehungen zu wichtigen anderen Menschen.
Sie bestimmen unsere wirkliche, die seelische Lebensqualität.
Wie erfüllend oder nichterfüllend wir unsere Partnerschaft erleben ist nach den neuesten Forschungen einer der stärksten Faktoren für unsere persönliche Gesundheit oder Krankheit.
Ich möchte Ihnen einige Fragen stellen:
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Wollen Sie Ihre Partnerschaft lebendiger und erfüllender gestalten? |
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Wollen Sie die Erotik und Leidenschaft in Ihrer Partnerschaft beleben? |
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Wollen Sie Probleme, Konflikte und aktuelle Krisen klären? |
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Wollen Sie lernen, Auseinandersetzungen in Zukunft auf bereichernde Weise zu lösen? |
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Wollen Sie in Ihrer Beziehung mehr Klarheit, Offenheit und Mitgefühl erfahren? |
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Wollen Sie lernen, sich selbst und Ihre Bedürfnisse bewusster wahrzunehmen und klarer auszudrücken? |
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Wollen Sie sich aus inneren Verstrickungen Ihrer Vergangenheit lösen, um freier und offener für Ihre jetzige Partnerschaft zu sein? |
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Wollen Sie erfahren, was es bedeutet, eine Beziehung zu entwickeln und gemeinsam mit Ihrem Partner zu wachsen? |
Wenn Sie auf eine oder mehrere Fragen mit "Ja" geantwortet haben, lade ich Sie ein, weiter-
zulesen. Sie werden viele nützliche Informationen rund um das Thema Partnerschaft finden.
Eine lebendige, erfüllende Partnerschaft "geschieht" nicht einfach von alleine - es braucht dazu die aktive Mitarbeit und den guten Willen von beiden Partnern.
Eine Partnerschaft ist keine Freikarte für einen Vergnügungspark, sondern auf tiefere Weise der Eintritt in ein "Klassenzimmer", in dem es viel zu lernen und zu erfahren gibt -vor allem über sich selbst.
Wenn es in der Partnerschaft kriselt - nicht sofort aufgeben!
Konflikte sind eine Chance, sich gegenseitig zu fordern, zu fördern
und aneinander zu wachsen.
Der Große Partnerschafts-Test "Ich - Du - Wir"
Wie zufrieden sind Sie in Ihrer Partnerschaft?
"Bewusstwerdung ist der erste Schritt zur Veränderung."
Um Veränderungen zu erreichen, ist es zunächst sinnvoll, dass Sie sich bewusst werden,
wo Sie in Bezug auf Ihre Partnerschaft im Moment gerade stehen und wie es Ihnen geht.
Sie können die 175 Fragen des Partnerschaftstests natürlich nur für sich alleine beantworten.
Noch mehr Nutzen haben Sie, wenn auch Ihr Partner die Fragen beantwortet und Sie sich
gemeinsam über Ihre jeweiligen Antworten austauschen.
Die Beantwortung dieser Fragen kann zum Grundstein tiefgreifender Veränderungen
in Ihrer Partnerschaft werden, wenn Sie beide offen und ehrlich über Ihre Situation, Ihre Vergangenheit, Ihre Wünsche und Ziele sprechen.
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"ICH" |
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Woher soll mein Partner wissen, wie
es mir geht, welche Probleme ich habe,
was ich gerne mag und was nicht,
wenn ich es selbst nicht genau weiß?
Daher ist der erste Schritt, sich erst
einmal mit sich selbst zu befassen.
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Wie zufrieden bin ich mit meinem jetzigen Leben insgesamt? |
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Wie geht es mir selbst in Bezug auf meine Vergangenheit? |
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Wie geht es mir mit meinem Körper und meinem Aussehen? |
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Wie geht es mir mit meiner (Lebens-)Lust und mit meiner Sexualität? |
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Wie sieht meine Kommunikationsfähigkeit aus? |
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Wie geht es mir mit meinem Beruf? |
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Was bringt mich auf die Palme? |
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| "DU" |
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Ich mache mir bewusst, wie es mir
mit meinem Partner geht, in welchen
Bereichen ich mir eine Veränderung
wünsche und ob es "Altlasten" gibt.
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Wie zufrieden bin ich mit meiner Partnerschaft insgesamt |
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Wie zufrieden bin ich in meiner Partnerschaft... |
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...in Bezug auf Kommunikation |
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...in Bezug auf Nähe und Zärtlichkeit |
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...in Bezug auf Sexualität und Erotik |
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...in Bezug auf persönlichen Freiraum |
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...in Bezug auf gemeinsame Interessen und Unternehmungen |
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| "WIR" |
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Wenn ich meine Vergangenheit und
die gemeinsame Vergangenheit ge-
klärt habe, kann sich mein Blick nach
vorne richten - Schulter an Schulter mit
meinem Partner...
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Haben wir gemeinsame Ziele definiert? |
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Wo wollen wir sein in 2 Wochen, in 2 Monaten, in 2 Jahren, in 20 Jahren? |
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Was sind unsere Ziele in materieller, in spiritueller, in sexueller Hinsicht? |
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Haben wir gemeinsame Vereinbarungen über die alltäglichen Dinge unseres Lebens getroffen? |
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Haben wir unsere Rollen so definiert, dass es uns beiden damit gut geht? |
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Wenn Sie bereit sind für tief greifende Veränderungen in Ihrer Partnerschaft,
dann können Sie hier den Großen Partnerschaftstest als 20-seitiges PDF (125 KB)
kostenlos herunterladen und ausdrucken:
Wenn Sie den Partnerschaftstest alleine oder mit Ihrem Partner gemacht
haben, freue ich mich über ein Feedback in Bezug auf Ihre Erfahrungen.
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Verbringen Sie gemeinsame Zeit als Paar
Wenn Sie die vorherigen Fragen beantwortet haben und - noch besser - mit Ihrem Partner darüber gesprochen haben, dann haben Sie bereits etwas sehr Wichtiges getan:
Sie haben sich Zeit genommen, etwas für Ihre Partnerschaft zu tun.
Gerade Paare, die Kinder haben, nehmen sich oft nur noch als Mama und Papa der Kinder wahr und vergessen dabei, dass es die Partnerschaft ist, aus der die Elternschaft hervorging...
"Es war einmal ein Mann und eine Frau,
die verliebten sich und wurden ein Paar..."
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"Dann bekamen sie ein Kind und aus dem Mann
wurde ein Vater und aus der Frau eine Mutter."
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Richtig? Falsch!
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Aus dem Mann wurde zusätzlich ein Vater und aus der Frau zusätzlich eine Mutter."
Die Elternschaft hat die Paarbeziehung nicht abgelöst, sondern sie erweitert sie.
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| Paarbeziehung... |
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und zusätzlich |
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Elternschaft |
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Das bedeutet, zuerst kommt die Paarbeziehung und dann die Elternschaft. Und auch den Kindern geht es in der Regel besser, wenn Sie erleben, dass es Mama und Papa miteinander gut geht.
Im Alltag vergessen viele Paare - mit oder ohne Kinder - dass eine Liebesbeziehung Pflege braucht. Sie würden ja auch kein neues Auto kaufen und es ohne ohne Pflege so lange fahren,
bis nichts mehr richtig funktioniert.
Der erste Schritt ist, sich wieder als Paar wahrzunehmen und sich gemeinsam Zeit zu nehmen...
...Zeit, in der Sie nur als Paar füreinander da sind
...Zeit, in der Sie sich Aufmerksamkeit schenken
...Zeit, in der Sie sich gegenseitig zuhören
...Zeit, in der Sie sich mitteilen
Was Sie sofort tun können
Nehmen Sie sich gemeinsam Ihren Terminkalender und vereinbaren Sie mindestens einen gemeinsamen Termin in der Woche, der nur für Sie als Paar reserviert ist und nehmen Sie
diesen Termin wichtiger als jeden Geschäftstermin.
Regelmäßige Zwiegespräche stärken die Basis
"Lust entsteht, wenn die Liebesbedingungen von beiden Partnern erfüllt sind.
Unlust entsteht, wenn diese Bedingungen weder erkannt noch verwirklicht werden."
(C.M. Fatia)
Zwiegespräche entwickeln und vertiefen die Beziehung
Zwiegespräche vertiefen die Partnerschaft durch eine Fülle von Momenten, die den meisten nicht bewusst werden, vor allem durch die Steigerung der wechselseitigen Einfühlung.
Dabei berichtet jeder dem anderen, wie er sich selbst, den anderen, die gemeinsame Beziehung und die jeweilige Situation gerade erlebt. Einer macht sich im wesentlichen Gespräch also dem anderen einfühlbar; er wartet nicht passiv auf Einfühlung des Partners.
Dieser "Austausch von Selbstportraits" überwindet auf einfache und oft verblüffende Weise die sich nach und nach einschleichende Beziehungslosigkeit, die sonst zu einem inhaltsleeren Neben-
einander, statt zu einem lebendigen Miteinander führt.
Die Fähigkeit, zu reden und zuzuhören, entwickelt sich von selbst weiter.
Und so funktionieren Zwiegespräche
(nach M. L. Moeller und C. M. Fatia)
Zwei Dinge sind wichtig:
1. Nehmen Sie sich einmal in der Woche 90 Minuten ungestört Zeit.
2. Sorgen Sie dafür, dass Sie dies regelmäßig tun.
Die Regelmäßigkeit
Die Regelmäßigkeit der Zwiegespräche ist sehr wichtig, damit der "unbewußte rote Faden" bestehen bleibt und weitergesponnen werden kann. Sie verhindert, dass Konflike aufgeschoben werden und spart Energie, weil Konflikte schon im Entstehen angesprochen und bearbeitet werden können.
Die Themen
Jeder antwortet auf die innere Frage: "Was bewegt mich im Moment am stärksten?"
Sie schildern, wie Sie sich, den anderen und die Beziehung erleben. Jeder bleibt also bei sich.
Das Gespräch hat kein anderes Thema.
Das können Gefühle in der Beziehung sein, aber auch Konflikte am Arbeitsplatz oder Träume. Wichtig ist, dass Sie von sich sprechen und sich Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin mitteilen. "Mitteilen" kommt von "Teilen". Teilen Sie mit ihm / mit ihr, was Sie in Ihrem Leben bewegt.
Zwiegespräche sind kein Offenbarungszwang. Jeder entscheidet für sich, was er sagen möchte, auch wenn größtmögliche Offenheit in der Regel am weitesten führt.
Sich wechselseitig einfühlbar zu machen ist das erste Ziel der wesentlichen Gespräche.
Nur so können wir einander wirklich miterleben.
Regeln für das Zwiegespräch
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Schaffen Sie eine Atmosphäre, in der Sie gut miteinander reden können. Achten Sie darauf, dass Sie 90 Minuten lang ungestört bleiben können und lassen Sie sich nicht unterbrechen,
z. B. durch ein Telefonat oder einen spontanen Besuch.
Suchen Sie dazu beide einen festen Termin in der Woche, der am wenigsten durch Anderes gestört wird. Dieser Haupttermin allein reicht jedoch erfahrungsgemäß nicht aus. Es ist günstig, auch gleich einen festen Ersatztermin zu vereinbaren, der dann gilt, wenn der Haupttermin ausfallen muss.
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Die folgende Viertelstundenregelung hat sich bewährt:
Jeder hat fünfzehn Minuten ganz für sich, die er für Sprechen oder Schweigen verwenden kann.
Danach ist der andere an der Reihe für seine Viertelstunde. Am Ende der 90 Minuten ist das Gespräch beendet. Es wird nicht "nachdiskutiert".
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Gehen Sie von sich aus und sprechen Sie in der "Ich-Form".
Angriffe und die daraus resultierende Verteidigung entstehen nur durch die "Du-Form".
Wer in der "Ich-Form" spricht, macht keine negativen Aussagen über den Partner.
Sprechen Sie über Ihre eigenen Gefühle und Wünsche. Achten Sie darauf, ob Sie diese Gefühle schon von früher her kennen. (Wenn Sie diese Gefühle schon aus der Kindheit oder von früheren Partnerschaften her kennen, hilft es Ihnen, den Vorwurf an den jetzigen Partner zu entschärfen).
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Stellen Sie keine Fragen. Mit Fragen können Sie den Partner in die Enge treiben - dann kann er sich nicht mehr auf das konzentrieren, was er eigentlich sagen wollte, sondern ist mit der Beantwortung der Frage beschäftigt.
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Erteilen Sie keine Ratschläge - "Ratschläge können auch Schläge sein".
Ein wichtiger Grundsatz im Zwiegespräch ist, dass jeder bei sich bleibt und an sich selbst arbeitet. Mit einem Ratschlag kümmern Sie sich um den Bereich des Partners und nicht um sich selbst.
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Einige Erfahrungen können für den Anfang hilfreich sein
Sie können den Anderen nie ändern, obwohl Sie gerade das vielleicht am liebsten tun würden.
Mit Glück gelingt es Ihnen, sich selbst zu ändern. Dann ändert sich die Beziehung als Ganzes - also auch Ihr Partner.
Oft versuchen wir, den seelischen Schwerpunkt im Gespräch von uns selbst auf den Anderen zu verschieben. Dann befinden wir uns mit unserem Erleben beim Anderen - und haben uns selbst vermieden.
Wenn Sie im Zwiegespräch Ihrem Partner Vorwürfe machen, dann sollten Sie genau diese Vorwürfe auf sich "übersetzen". Denn fast ausnahmslos machen wir Vorwürfe, um einen unbewussten Druck von Selbstvorwürfen loszuwerden.
Ein starker unbewusster Widerstand versucht, die Zwiegespräche zu verhindern.
Oft sorgt er für den Ausfall eines Gesprächs, um dann alles im Sande verlaufen zu lassen.
Deshalb kann man sagen: "Regelmäßigkeit ist alles - der Rest kommt von selbst."
Fünf Einsichten machen den "Geist" von Zwiegesprächen aus
Diese Einsichten sind Entwicklungsziele, nicht etwa vollendete Tatsachen oder vorgegebene Regeln. Sie gleichen eher einer Sprache der Zweierbeziehung. Wir können sie mit der Zeit er-
lernen. Jede Einsicht bringt eine Reihe fundamentaler Änderungen im Alltag des Paares mit sich.
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Wir können lernen, von der wechselseitigen Unkenntnis auszugehen, statt von der gleichen Wellenlänge: "Ich bin nicht du und weiß dich nicht".
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| 2. |
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Wir können lernen, unser gemeinsames unbewusstes Zusammenspiel wahrzunehmen, statt uns als zwei unabhängige Individuen aufzufassen: "Wir sind zwei Gesichter einer Beziehung und sehen es nicht".
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| 3. |
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Wir können lernen, regelmäßige wesentliche Gespräche als Herz und Kreislauf einer leben-
digen Beziehung zu begreifen, statt mit Worten unsere Beziehung nur noch zu verwalten:
"Dass wir miteinander reden, macht uns zu Menschen".
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| 4. |
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Wir können lernen, in konkreten, erlebten Beispielen statt in abstrakten Begriffen zu sagen, was wir meinen: "In Bildern statt in Begriffen sprechen".
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| 5. |
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Wir können lernen, auch unsere Gefühle als unbewusste Handlungen mit geheimer Absicht
zu verstehen, statt zu meinen, sie überkämen uns wie Angst und Depression von innen oder würden uns von außen zugefügt, wie Kränkung und Schuldgefühl: "Ich bin für meine Gefühle selbst verantwortlich".
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Die Zusammenfassung in Kürze
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Vereinbaren Sie einen Haupt- und einen Nebentermin von 90 Minuten Dauer pro Woche.
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Setzen Sie sich im Zwiegespräch face á face gegenüber.
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Das Thema lautet: "Ich erzähle dir, was mich zurzeit am stärksten bewegt" - sei es
innerhalb oder außerhalb der Beziehung.
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Schweigen und schweigen lassen, wenn es sich ergibt - Zwiegespräche sind kein Offenbarungszwang.
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Beachten Sie für das erste Jahr die Viertelstundenregelung: Die erste Viertelstunde hat der Eine, die nächste der Andere - dann noch einmal ein doppelter Wechsel.
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Pünktlich beginnen, pünktlich aufhören - Zwiegespräche nie verlängern oder verkürzen.
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Bei sich bleiben - Sie haben in der Welt des Anderen nichts zu suchen.
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Bildersprache: Erläutern Sie sich in kleinen, konkret erlebten Szenen.
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Und hier können Sie die Anleitung für Zwiegespräche als PDF kostenlos herunterladen und ausdrucken:
Weiterführende Literatur:
Moeller, Michael Lukas: "Die Wahrheit beginnt zu zweit. Das Paar im Gespräch" (Rowohlt)
Moeller, Michael Lukas: "Worte der Liebe. Erotische Zwiegespräche" (Rowohlt)
O. Brink / A. Ouasebarth: "Wie Offenheit die Liebe stärkt" (Herder spektrum)
Wichtige Kommunikationshilfen für den Alltag -
nicht nur für Paare
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Die VW-Regel |
"V" steht für Vorwurf und "W" steht für Wunsch.
Versuchen Sie, Vorwürfe in Wünsche umzuwandeln, dann wird sich Ihr Gegenüber weniger angegriffen fühlen und nicht automatisch mit Rechtfertigung oder Rückzug reagieren.
Bedenken Sie das physikalische Gesetz: "Druck erzeugt Gegendruck".
Statt "Gestern hast Du schon wieder…" oder "Nie tust Du…" ist es besser zu sagen:
"Ich wünsche mir, dass…" und "Ich hätte gern, dass Du öfter..."
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"Immer" und "nie" stimmen höchst selten |
Wenn Sie die kleinen Wörter "immer" und "nie" verwenden, sollten Sie darauf achten, dass sie auch stimmen. Wenn sie nicht stimmen, wird Ihr Gesprächspartner Ihnen widersprechen und es beginnt eine sinnlose Diskussion.
Er: "Immer brauchst Du so lange im Bad, wenn wir wegfahren wollen"
Sie: "Nein, das stimmt nicht - am letzten Dienstag im März vor 2 Jahren war ich pünktlich."
Sie sehen an diesem übertriebenen klischeehaften Beispiel: Darum geht es nicht.
Klarer wird es, wenn Sie sagen:
"Ich wünsche mir, dass Du Deine Zeit so einteilst, dass wir pünktlich losfahren können."
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"Ich" statt "man" |
Versuchen Sie, das Wörtchen "man" zu vermeiden, denn dahinter kann man sich leicht verstecken. Wenn Sie sich mehr und mehr eine klarere und damit kraftvollere Sprache angewöhnen möchten, dann sprechen Sie von sich selbst.
Nicht "man fühlt sich manchmal ganz schön überfordert",
sondern "ich fühle mich manchmal ganz schön überfordert."
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Aussagen machen statt Fragen stellen |
Stellen Sie nur Fragen, die echte Fragen sind.
Wenn Sie Ihren Partner fragen: "Wie spät ist es bitte?", dann ist das eine echte Frage,
denn Sie fragen, weil Sie es nicht wissen.
Wenn Sie fragen: "Hast Du Lust auf einen Spaziergang?", dann kann das bedeuten,
dass Sie damit sagen wollen, dass Sie Lust auf einen Spaziergang haben.
Die Aussage dazu ist demnach: "Ich habe Lust auf einen Spaziergang."
Eine "echte" Frage dazu wäre: "Hast Du auch Lust, kommst Du mit?"
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Die drei A: Ansprechen -Anschauen -Atmen |
Oft wird nebenbei gesprochen oder von einem Zimmer ins andere.
Sie werden viele Missverständnisse vermeiden und klarer kommunizieren, wenn Sie die "drei A" beherzigen:
1. Sprechen Sie die Person, der Sie etwas mitteilen wollen (am besten mit Namen) an.
2. Wenn Sie Blickkontakt haben, dann...
3. ...nehmen Sie mindestens einen bewussten Atemzug, bevor Sie sprechen.
Sie werden feststellen, dass diese Art, jemanden anzusprechen (vor allem auch bei Kindern) Wunder wirkt.
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Ich kann nicht - ich will nicht |
Achten Sie einmal darauf, in wievielen Situation Sie den Satz "Ich kann nicht" durch den Satz
"Ich will nicht" ersetzen können.
Seien Sie sich selbst und Anderen gegenüber ehrlich. Wann stimmt der Satz "Ich kann nicht" wirklich?
Wenn Sie gerade im Gefängnis sitzen oder mit einem Fesselballon die Erde umkreisen, dann stimmt es, wenn Sie sagen: "Ich kann nicht zu Deiner Party kommen".
Wenn Sie keine Lust auf diese Party haben oder etwas Anderes gerade wichtiger ist, dann sagen Sie, dass Sie nicht auf diese Party kommen wollen, weil Sie an diesem Tag lieber allein sein möchten oder weil Sie lieber Ihre Einkommensteuererklärung fertig machen wollen.
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Der Sprechstab |
Das Ritual des Sprechstabes kommt aus der indianischen Tradition. Derjenige der etwas zu sagen hat, nimmt den Sprechstab und spricht. Er wird nicht unterbrochen und kann so lange sprechen, bis alles Wichtige gesagt wurde. Alle Anderen hören zu.
Wenn er den Sprechstab wieder aus der Hand legt, nimmt ihn ein Anderer, der etwas (dazu) zu sagen hat und spricht seinerseits, ohne unterbrochen zu werden.
Vergleichen Sie einmal diese Art der Kommunikation des gegenseitigen Respektes mit dem, was wir oft bei politischen Diskussionen in Talk-Shows sehen.
Das Ritual des Sprechtstabes können Sie auch als Paar anwenden. Dazu spielt es keine Rolle, ob Sie einen Stab verwenden, einen kleinen Ast, einen Stein oder sonst einen Gegenstand. Wichtig ist, dass derjenige, der spricht, nicht unterbrochen wird und Alles sagen kann, was er zu sagen hat. Danach ist der Andere an der Reihe.
Wenn ein Paar sich im Gespräch oft missversteht, kann es sinnvoll sein, dass der, der gerade zugehört hat, zuerst einmal wiederholt, was er von dem verstanden hat, was der andere zuvor gesagt hat und erst dann mit seinen Themen beginnt.
Was geschieht bei einer Paarberatung /-therapie?
Zuerst sage ich Ihnen, was bei einer Paarberatung nicht geschieht:
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Es geht nicht um das Klären von Schuldfragen.
Manchmal hegt einer von beiden die Hoffnung, dass sich ein Dritter (in diesem Fall der Therapeut) mit ihm verbündet, um damit den Anderen zur Änderung seines Verhaltens zu bringen.
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Es geht nicht um Patentrezepte.
Paarberatung läuft nicht nach einem Schema ab, sondern zeigt auf, wie individuelle Lösungen gefunden werden können.
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Ich werde Sie nicht schonen.
Um eingefahrene Muster aufzulösen, ist es manchmal notwendig, auch unangenehme
Dinge anzusprechen.
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Mein Angebot als Paartherapeut liegt darin...
...Sie anzuregen, offen mit Ihrem Partner über Bedürfnisse, Wünsche, Enttäuschungen,
Ängste, Hoffnung und Liebe zu sprechen. Das geschieht in einem geschützten Rahmen gegenseitiger Achtung.
...Sie zu unterstützen, die Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen des Anderen besser verstehen zu lernen, bzw. anzuerkennen, dass Sie Vieles, was den Partner bewegt, auch nicht verstehen werden, weil er einfach ein anderer Mensch ist als Sie.
...Sie zu unterstützen in dem Verständnis, inwieweit Sie den alten Krieg zwischen Männern
und Frauen in Ihrer Partnerschaft weiterleben und was Sie tun können, um gerade mit Ihrer Partnerschaft zur Versöhnung der Geschlechter beizutragen.
...Sie zu unterstützen in der Erkenntnis, dass sich jeder Mensch den "richtigen" Partner wählt, nämlich den, der ihn bestmöglich mit den eigenen ungeliebten Seiten konfrontiert - und genau darin liegt das größte Wachstumspotential einer Partnerschaft ("Der Partner ist das stärkste Symptom der eigenen Schatten").
...Sie zu begleiten im ganz konkreten Ausarbeiten von Vereinbarungen für den Alltag - Sich die ewige Treue bis zum Ende aller Tage zu versprechen reicht als einzige Vereinbarung meist nicht aus ;-)
Das Paar bestimmt durch ihr Anliegen die Inhalte der Sitzungen
Es gibt keinen von mir geplanten Ablauf der Sitzungen, sondern wir beschäftigen uns mit dem,
was Sie zur Sitzung als Anliegen mitbringen. Das können aktuelle Situationen sein wie auch Themen aus der Vergangenheit.
Dabei können Paarsitzungen auch mit Einzelsitzungen ergänzt werden. Bestimmte Themen lassen sich manchmal besser ohne den Partner besprechen. Oft ist es auch sinnvoll, ein Thema aus der Herkunftsfamilie eines Partners zu bearbeiten.
Deshalb empfehle ich bei Paartherapien den Beteiligten, auch die Möglichkeit von Einzelsitzungen mit mir zu nutzen. Dies geht jedoch nur, wenn der Partner einverstanden ist.
Lösungen
Auch wenn wir manchmal Punkte aus der Vergangenheit Ihrer Partnerschaft oder aus Ihrer jeweiligen Herkunftsfamilie besprechen, um Probleme besser zu verstehen - im Mittelpunkt der Beratung / Therapie steht Ihre Beziehung im Hier und Jetzt, für die wir bessere "Lösungen" im täglichen Miteinander finden wollen.
Wann ist eine Paarberatung das Richtige für Sie?
Zur Paarberatung kommen Paare, die sich in einer Krise befinden oder schon länger unter Problemen in der Partnerschaft leiden.
Sie kommen aus ganz unterschiedlichen Gründen, wie z.B. häufiger Streit, Mangel an Nähe
und Intimität, sexuelle Schwierigkeiten, Kommunikationsprobleme, Eifersucht. Häufig erleben
sie sich in einer Sackgasse, aus der sie alleine nicht mehr herausfinden.
Hier geht es in erster Linie um das Aufdecken der Ursachen, die zur Krise geführt haben, um das Aufarbeiten gegenseitiger Verletzungen und um das Erarbeiten von individuellen Lösungen, wie durch langfristige Arbeit an der Beziehung und der Kommunikation zukünftige Krisen vermieden werden können.
Paare am Anfang einer Beziehung
Das Angebot richtet sich auch an Paare, die am Anfang einer Beziehung stehen und von Anfang an ein festes Grundgerüst erarbeiten wollen, um für spätere, vielleicht schwierigere oder turbulentere Zeiten gerüstet zu sein.
Gerade wenn sich ein Paar frühzeit damit beschäftigt, ob es eventuell "Altlasten" familiärer Art
oder aus früheren Partnerschaften gibt, kann man Ursachen bearbeiten, ohne dass es zu tiefen Konflikten kommen muss.
Auch wenn Sie schon länger ein Paar sind und keine "großen" Konflike haben, aber doch immer wieder an Punkte in Ihrer Partnerschaft kommen, an denen Sie sich einen konstruktiveren Umgang mit "kleineren" Auseinandersetzungen wünschen oder frühere gegenseitige Verletzungen aufar-
beiten wollen, kann eine Paarberatung Lösungen aufzeigen.
Trennungsbegleitung - versöhnliche Trennung ist möglich!
Wenn einer der Partner oder beide spüren, dass Sie nicht mehr "Ja" sagen können zum gemeinsamen Weg und auch keine Bereitschaft mehr vorhanden ist, eine Lösung zu einem gemeinsamen "Miteinander" zu finden, heißt das oberste Ziel nicht "Zusammenbleiben um
jeden Preis".
Dann geht es unter anderem darum, herauszufinden, was zur Trennung geführt hat, damit eine einvernehmliche Trennung erarbeitet werden kann. Es werden strittige Punkte geklärt, wie zum Beispiel Besuchsregelung, Unterhaltszahlungen, auch im Hinblick auf die Ausarbeitung eines Scheidungsvertrages. Ebenso wird auch der emotionale Abschied gestaltet.
Wenn Sie nähere Informationen zu einer Paarberatung haben möchten,
schicken Sie mir bitte ein E-Mail:
Und hier können Sie den Fragebogen für die Paarberatung als PDF
kostenlos herunterladen:
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